NetApp Simulator auf VirtualBox

Um nicht gleich bei jeder kleinen Ich-will-meinen-Spieltrieb-ausleben-Aktion einen dicken und produktiv stehenden NetApp Filer abschiessen zu müssen, hat sich für solche Zwecke ein sehr schönes Tool etabliert – der ( NetApp ) Data ONTAP Simulator.

Für die aktuelle Version ONTAP 8 gibt es von eben diesem Simulator fertig gepackte Images, um diese in beinahe alle gängigen VMWare Umgebungen zu werfen. Tja und genau hier ist dann das Problem, was tun wenn man kein solches Produkt als Basis zur Verfügung hat ? Hier kommt die Lösung 🙂

Es gibt in der NetApp Community diverse Beiträge, wie man eben eine solche Konstellation ( ORACLE VirtualBox und ONTAP Simulator ) zum fliegen bekommt, doch für die aktuell Verfügbare ONTAP Version 8.2.1 liess‘ sich leider keine davon für mich nutzen … ob das nun an der OSX-Version der ORACLE VirtualBox liegt wage ich zu bezweifeln, doch sollte hier jemand anderweitige Erfahrungen gemacht haben, lasst es mich gerne wissen.

Fangen wir einfach einmal mit dem ersten Schritt an, einer fertigen Installation der ORACLE VirtualBox Umgebung. Nach der erfolgreichen Installation soll hier nun die virtualisierte Umgebung für den Simulator geschaffen werden.

Als Betriebssystem wird hier ein BSD als 64-Bit Version gewählt und die erweiterten Einstellungen verbleiben auf den Defaults.

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Als zugeteilter Arbeitsspeicher sollten hier mindestens 1600MB gewählt werden, dies kann aber gerne ja nach Verfügbarkeit auf dem Host nach oben korrigiert werden – ich selbst habe hier 2000MB gewählt. Als virtuelle Prozessoren werden zwei Kerne zugeordnet, das hat sich bei mir als sehr effizient erwiesen.

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Die Anzeige-Einstellungen verbleiben ebenfalls auf den Defaults. Da hier ja lediglich ein CLI zur Verfügung gestellt wird, ist diese Einstellung auch nicht weiter relevant. Interessanter wird es nun allerdings bei der Zuteilung und Einbindung der Plattenimages.

Zuerst einmal wird das standardmäßig zugeordnete CD-Laufwerk entfernt und ebenfalls die angefragte Plattenerstellung abgebrochen. Sobald die heruntergeladene Simulator-Datei ( .tgz ) entpackt wurde, finden sich darin diverseste virtuelle Platten gelistet. Benötigt werden hier allerdings nur vier Stück – die Reihenfolge ist relevant und sollte entsprechend dem nun folgenden Screenshot auch eingehalten werden.

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Die Audio-Hardwareunterstützung kann deaktiviert werden und als letzter, aber doch sehr wichtiger Punkt folgt die Definition der Netzwerksettings. Hier gilt es zuvor in der VirtualBox Umgebung die HostOnly-Netzwerke für den Simulator anzulegen. Meine Entscheidung war hier, zwei Netze anzulegen, wie es ja bei einem produktiven Betrieb einer „lebenden“ NetApp in vielen Fällen ja auch der Fall sein wird. Das eine HostOnly-Netzwerk liegt hier bei diesem Setup auf 192.168.56.1/24 und das zweite auf 192.168.57.1/24.

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Nachdem diese beiden Netzwerke erfolgreich angelegt wurden, werden für die Simulator-VM nun alle vier Adapter aktiviert und mit den entsprechenden Einstellungen versehen – die ersten beiden Adapter ( Adapter 1 und 2 ) liegen im 192.168.56.1/24 Netz und die beiden letzten Adapter ( Adapter 3 und 4 ) liegen im 192.168.57.1/24 Netz. Wichtig ist hier die Definition der simulierten Netzwerkkarte, denn diese muss zwingend auf „Intel PRO/1000 MT Server“ gestellt werden, da sonst die VM Probleme mit dem Connect bekommt.

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Mit diesen Einstellungen kann nun die ONTAP VM das erste mal gestartet werden … die Spannung steigt 😉 Es startet nun ONTAP und auf der VirtualBox Konsole kann der Start der VM betrachtet werden. Sobald dann die ersten Initialisierungen durch sind muss, sobald der entsprechende Hinweis zu lesen ist, „Ctrl + C“ gedrückt werden um in das Bootmenü zu kommen. In diesem dann folgenden Menü muss Punkt 4 ( Reinitialisierung der Platten und Einstellungen ) gewählt werden – die VM startet danach neu.

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Alle nun folgenden Einstellungen sind wirklich selbsterklärend ( Hostname, Interface-IP, Gateway, … ) und können nach den eigenen Vorstellungen ( im Rahmen der bisher vorgenommenen VM-Einstellungen ) vorgenommen werden. Nach dem Neustart sollte sich nun ein sauberer Login-Prompt melden und auch ein SSH Zugriff über den ersten, definierten Netzwerk-Adapter ist möglich.

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Das war’s dann auch schon … viel Spass beim Spielen und Experimentieren. Apropos experimentieren, es ist auch möglich einen zweiten Simulator parallel aufzusetzen ( je nach den Ressourcen des Hosts ) und dann können selbst so lustige Features wie beispielsweise „SnapMirror“ oder „SnapVault“ virtuell getestet werden.

Wie wäre es damit ...

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