Back to Brieftaube

Back to Brieftaube

Irgendwie kommen mir die Aktionen der Telekom in den vergangenen Monaten definitiv komisch vor – viele Länder in Europa und Übersee bauen das Festnetz weiter und weiter aus, doch hier bei uns stellt der landeseigene Monopolist die Ausbauten ( mehr oder minder ) ein.

In der Schweiz beispielsweise wurde im Kanton Zürich flächendeckend nun das Glasfasernetz erneuert und hierzulande kann man selbst in den Ballungsräumen froh sein, wenn man einen VDSL Anschluss erhält ( bei welchem in der Regel noch nicht einmal die volle Bandbreite verfügbar ist ).

Der neueste Scherz der Telekom ist nun, dass der Ausbau des Festnetzes in ländlichen und abgelegeneren Gegenden nicht weiter vorangetrieben werden soll. Naja, das ist so auch nicht ganz korrekt, denn es sollen stattdessen LTE Ausbauten vorgenommen werden.

Diese kranke Version bedeutet dann für die Teilnehmer dieser Anschlussvarianten, dass sie sich eine Bandbreite von theoretisch 300mBit ( downlink ) mit 40 oder 50 anderen Teilnehmern teilen dürfen und das Ganze dann noch mit den hinlänglich bekannten Nachteilen einer Funkverbindung – ach ja, von den ganzen Nutzern der Smartphones und Tablets einmal ganz abgesehen. Hoffen wir einmal, dass es nicht regnet, kein Nebel aufzieht oder gar gewittert etc. … das ist doch vollkommener Humbug !

Bereits im November 2008 wollte die Telekom nach eigenen Pressemeldungen 96% des Landes mit einem Breitband-Festnetz-Anschluss ( mindestens ADSL ) versorgt haben. Komischerweise kam im August 2011 eine weitere Pressemeldung der Telekom heraus, in welcher stolz verkündet wurde dass mittlerweile sage und schreibe 95% des Landes mit einem Breitband-Festnetz-Anschluss ( mindestens ADSL ) versorgt sein würden.

Moment mal, wie passt denn das bitte zusammen ? Ist Deutschland gewachsen, oder haben wir neuerdings mehr Landesfläche hinzubekommen in der Zeit von 2008 bis 2011 … oder hat hier die Telekom mal wieder nur den üblichen Marketing-Text abgelassen ?!

Die Telekom bekommt Einnahmen durch den Vertrieb und Verkauf der hauseigenen Anschlüsse. Weiterhin bekommt die Telekom die Einnahmen durch die Vermietung der eigenen Leitungen an Drittanbieter ( kleinere Unternehmen, Zwischenhändler, etc. ). Die von mir bereits erwähnten Zuschüsse der Länder und Kommunen rechnen sich dann dazu noch oben drauf und nun soll als Quintessenz daraus der Netz-Ausbau nicht weiter vorangetrieben werden und die Neuverträge mit einer Volumendrosselung versehen werden … na dann dürfen sich mal alle Kunden der Telekom in naher Zukunft wohl darauf einstellen, dass es besser ist die Daten per USB-Stick via Brieftaube zu verschicken.

Soviel zum Thema Wirtschafts-Macht Deutschland … meines Erachtens passt hier, bei diesem Thema, besser Entwicklungsland Deutschland 🙁

1 Kommentar zu “Back to Brieftaube

  1. Interessante Petition, gerne ansehen und unterzeichnen 🙂 … hier entlang

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