Flatrate soll zur Drosselrate werden

Flatrate soll zur Drosselrate werden

Ich dachte ich kann meinen Augen nicht mehr trauen, als ich die Meldung gelesen hatte – die Deutsche Telekom soll angeblich zum Mai diesen Jahres eine Volumen-Drosselung der Flatrate Angebote im Festnetzbereich planen. Ja korrekt, ihr habt richtig gelesen, eine Drosselung von DSL & Co. und nicht gar eine flächendeckende Verfügbarkeit von FTTH.

Also nachvollziehen kann ich das hier nicht, der Online-Trend geht immer mehr in Richtung HD-Streaming und medienlose Installationen ( MacBookPro Retina User wissen was ich meine 😉 ) und in so einem „Zeitalter“ wird dann über eine Limitierung der Festnetzanschlüsse nachgedacht ?!

Sollten diese Zahlen hier stimmen, dann hebelt beispielsweise ein gepflegtes wöchentliches Full-Backup meines Webservers mein monatliches Kontingent komplett aus den Fugen … was ein Schwachsinn soll das den bitte werden ?!

  • 75 Gigabyte: 16.000er Call & Surf mit (A)DSL / Entertain
  • 200 Gigabyte: mit VDSL
  • 300 Gigabyte: mit Fiber 100
  • 400 Gigabyte: mit Fiber 200

Irgendwie wäre diese Entscheidung, falls sie denn überhaupt ( hoffentlich NICHT ) kommen sollte, ein definitiver Rückschritt um mehrere Jahre. Smartphones weisen mittlerweile Bandbreiten jenseits der 50mBit/s auf, eine Download Update-Lizenz von Windows 8 bietet ein knappes Gigabyte an Daten auf und ein schicker 1080p Urlaubsfilm vom iPad liegt bei locker 10 – 15GB und der Trend geht zu noch höherer Auflösung, 3D-Filmen und vielem mehr … na klasse, da kommt doch so eine Beschränkung des monatlichen Traffics sehr UNGELEGEN !

Ich habe hier wirklich keine Ahnung, was T-Online sich bei diesem Gedanken-Streich ausgedacht hat, aber die bisher beste Reaktion auf diese Gerüchte kam von 1&1 – diese werden definitiv keine Volumentarife für’s Festnetz einbringen 🙂

Die bisher offizielle Reaktion der Telekom über den hauseigenen Blog sieht nicht gerade nach einem Wiederspruch zu den existierenden Gerüchten aus, leider:

In diversen Blogs ist zu lesen, dass es bei der Telekom eine Änderung der Festnetztarife geben könnte: Ähnlich wie im Mobilfunk soll es in Zukunft auch bei Festnetztarifen für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Für die meisten Kunden wäre das integrierte Volumen völlig ausreichend. Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er – wie im Mobilfunk auch – weitere Kapazitäten hinzubuchen. Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts und bei Neuabschlüssen werden Kunden selbstverständlich über die Vertragsbedingungen transparent informiert. Aber warum gibt es solche Überlegungen? Wie alle Netzbetreiber steht auch die Telekom vor einer großen Herausforderung: Auf der einen Seite wächst das Datenvolumen exponentiell. Die Netze müssen also massiv ausgebaut werden und das kostet Milliarden. Auf der anderen Seite kennen die Telekommunikationspreise seit Jahren nur eine Richtung: abwärts und das rasant. Eine Lösung wäre tatsächlich, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen. Der Vorteil ist, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchen. Bisher ist es so, dass sämtliche Nutzer die intensivere Nutzung einiger quersubventionieren. Um es noch einmal klarzustellen: Bisher gibt es keine neuen Tarife. Wenn sich daran etwas ändert, werden wir darüber informieren.

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Sven Neidahl

Hallo, ich bin Sven, technikfanatischer Mensch mit Blog-Ambitionen. Ich liebe leckeres Essen, laute Musik und Wandern mit anschliessendem Wellness-Programm, hauptsache "Lebe das Leben mit Liebe, Spass und Technik". Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

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