ownCloud, getestet und für gut befunden

Noch vor wenigen Monaten war ich ein aktiver Nutzer von Dropbox und seit seiner Veröffentlichung hatte ich auch den einen oder anderen Abstecher zu Skydrive gewagt.

So schön diese Dienste auch sind, doch meine dort gelagerten Files liegen irgendwo im nicht nachvollziehbaren Nirvana des Internet ( am besten noch in den USA – *dough* ) und auch die zur Verfügung stehende Menge an Speichervolumen ist mit wenigen Gigabyte doch sehr begrenzt.

Es gäbe dann noch die Möglichkeit, auf MEGA umzusteigen …

… doch ich mag dann doch lieber meine Daten im direkten Zugriff haben 😉

Für die glücklichen unter Euch, welche einen eigenen Webserver betreiben, bietet die momentane Open-Source-Community eine ganze Reihe an Produkten und Projekten an, um eine eigene Cloud-Lösung aufzusetzen.

Die wohl bekanntesten Anbieter sind hier beispielsweise SugarSync, TeamDrive und ownCloud. Jeder hat so seine Vor- und auch Nachteile, doch unterm Strich und nach einer Testinstallation aller Varianten, habe ich mich für ownCloud entschieden.

Die Software ist sehr einfach zu installieren und es gibt keine großartigen Anforderungen an das Hostsystem ( mehr oder minder ein Default-LAMP Server ).

Unter Debian sind zur Serverinstallation beispielsweise folgende Pakete nötig:

apt-get install apache2 php5 php5-gd php-xml-parser php5-intl php5-sqlite php5-mysql mysql-server smbclient curl libcurl3 php5-curl

Die Dokumentation ist sauber strukturiert und beschreibt nahezu alle Eventualitäten recht ausführlich.

Ein, in meinen Augen weiterer Pluspunkt ist die sehr angenehm und übersichtlich gestaltete Web-Oberfläche. Es sind hier keine unsinnigen Menübuttons zu sehen, es ist alles da wo es hingehört und auch bei der Auswahl des Browsers wird keine „Grenze“ gesetzt – ich konnte das Webinterface erfolgreich unter Firefox, Chrome und dem Internet-Explorer testen 🙂

ownCloud Web-GUI

Ein weiterer, großer Pluspunkt ist dieser, dass es für alle gängigen Betriebssysteme auch einen kostenlosen Client zum Download gibt. Ich hatte diese auf einem Ubuntu 12 und unter Windows 8 erfolgreich testen können – stabile Funktion, übersichtlich strukturiert und korrekte Synchronisation.

Auch an die mobilen Devices haben die ownCloud Entwickler gedacht – Android und iOS werden mit einem entsprechenden Client beliefert, auch wenn diese ( leider ) nicht kostenlos angeboten werden. Ich habe einmal die 89 Cent investiert und auch hier hatte sich mir das gleiche Bild geboten – einfach, strukturiert und stabil 🙂

Alles in allem kann ich nur beide Daumen hoch halten und die kostenfreie Software jedem empfehlen, der eine eigene kleine Cloud-Lösung implementieren will !


  

  

  

Wie wäre es damit ...

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