Veeam kann auch Endpoint

Windows 10 und die Backups, damit hatte ich seit Anbeginn so meine Schwierigkeiten. War noch mit Windows 7 das Microsoft-interne Tool zur Datensicherung sehr präsent implementiert, hatte sich dies eben mit Windows 10 geändert. Sicherlich ist dieses Tool nach wie vor als „Sichern und Wiederherstellen ( Windows 7 )“ verfügbar, doch eben eher als recht versteckte Option und nicht ein Stückchen schneller beziehungsweise intuitiver als eben noch vor Jahren. Es bleibt also der neue Dateiversionsverlauf, allerdings sicher nicht als sinnvolles Backup-Tool.

Dieser Dateiversionsverlauf sichert zwar brav alle Änderungen auf das angegebene Ziel ( NAS, USB-Platte, … ) weg, doch sollte einmal das gesamte Filesystem des gesicherten Rechners wegfliegen, dann ist ein Restore über dieses Feature nicht mehr möglich. Tja, somit war mir also das Windows 7 Tool zu altmodisch sowie umständlich ( und langsam ), der Dateiversionsverlauf nicht „passend“ und es blieb also nur noch der Griff zu einem der vielen Fremdanbieter-Tools für ein sauberes Backup.

Angefangen mit meiner Auswahl hatte ich also mit dem kostenlosen und zugegeben recht umfangreichen Cobian Backup. Das Problem ist hier leider die Weiterentwicklung, denn das letzte Update dieser Software erfolgte in 2012, also doch nach etwas anderem umsehen.

Ich versuchte es dann mit Acronis True Image, welches zwar eine ganze Menge an guten Features mit sich bringt, doch eben dadurch auch nicht gerade ressourcenschonend gehalten ist – unabhängig davon sichere ich meinen Windows Rechner auf ein NAS-Share und hier klappt bei Acronis leider die automatische Verbindung nicht wirklich zuverlässig. Ein Aus also auch für diese Software.

Nach einiger Sucherei kam ich auf die Kollegen von Veeam, welche mir bereits aus der Welt des Backups für virtuelle Maschinen ein durchaus bekannter Begriff sind. Doch wie sieht es hier mit einer Software für das Backup von lokalen ( physischen ) Rechnern aus ? Das geht eben auch und zwar mit „Veeam Endpoint Backup“ und das ganze dann sogar auch noch kostenfrei.

Nach einer kurzen Registrierung lässt sich dieses Tool herunterladen und ist dann auch in wenigen Minuten installiert. Nach einer sehr intuitiven und einfachen Konfiguration geht es auch bereits mit dem initialen Backup los … mal ehrlich, hier können sich viele Hersteller eine Scheibe abschneiden, das geht wirklich schnell und sauber von der Hand, sehr gut gemacht.

Es gibt eine angenehme Menge an Optionen, was die Sicherungen angeht. Vom inkrementellen File-Backup bis hin zu einem Volume basierten Full-Backup ist hier jede erdenkliche Variante einstellbar. Auch die Sicherung auf ein externes NAS-Share ist ohne Probleme möglich, sogar mit der automatischen Verbindung zur Sicherung, als Schutz vor den leider recht präsent gewordenen Cryptolockern. Nach jedem Backup gibt es einen sauberen Bericht und die schlank gehaltene GUI liefert stets eine angenehme und doch vollumfängliche Darstellung.

veeam_screenshot_1

Selbst provozierte Backup-Abrüche meistert diese Software ohne Probleme, das Backup wird einfach zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgezogen und dies auch so in der grafischen Übersicht deutlich dargestellt. Nachdem auch die ersten Restore-Tests bei mir ohne Probleme verliefen, die Notfall-Restore-DVD ebenfalls einwandfrei ihren Dienst tat, kann ich eben dieses Tool nur empfehlen – auch ( insbesondere ) geeignet für Backup-scheue Anti-Geeks 🙂

Wie wäre es damit ...

1 Comment

  1. danke für den tipp, habs grad mal probiert auf dem pc vom opa, und ich muss sagen – ja funktioniert angenehm flüssig, intuitiv, tatsächlich übersichtlich.

    ein hab eine externe festplatte dafür genutzt. der bootfähige recovery wizard fragt nach einem externen medium, und da ich keine DVD oder USB Stick hatte, hab ich einfach diese USB Disk dafür ausgewählt. nach ein paar minuten war der recovery wizard auf der usb disk installiert, und zu meiner freude hat er gleich die disk partitioniert. in einen kleien teil für den wizard und einen großen teil für die backup daten. klasse !

    und recovery von single files funktiniert auch.

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